Liebe – sagt man schön und richtig Ist ein Ding, was äußerst wichtig. Nicht nur zieht man in Betracht, Was man selber damit macht,
Nein, man ist in solchen Sachen Auch gespannt, was andre machen. – Allgemein von Mund zu Munde Geht die ahnungsvolle Kunde,
Sozusagen ein Gemunkel, Daß im Garten, wenn es dunkel, Julchen Knopp mit Försters Fritze Heimlich wandle oder sitze. –
Diese Sage hat vor allen Drei Personen sehr mißfallen, Die sich leider ganz entzweit Durch die Eifersüchtigkeit.
Jeder hat sich vorgenommen: Ei, da muß ich hinter kommen. Hier schleicht Sutitt schlau heraus Zu Herrn Knoppens Gartenhaus,
Wo das Gartenbaugerät Wohlverwahrt und trocken steht. Husch! Er schlüpft in das Sallett, Denn es naht sich Mickefett.
Husch! Der zögert auch nicht viel, Denn es naht sich Klingebiel. Husch! Auch der drückt sich hinein, Denn hier naht im Mondenschein,
Wie wohl zu vermuten war, Das bewußte Liebespaar. O wie peinlich muß es sein, Wenn man so als Feind zu drein
Engbedrückt zusammensitzt Und vor Zorn im Dunkeln schwitzt! Siehste wohl! Da geht es plötzlich Rumpelpumpel, ganz entsetzlich.
Alles Gartenutensil Mischt sich in das Kampfgewühl; Und, rabum! zum Überfluß Löst sich laut der Flintenschuß.
Husch! Da schlupfen voller Schreck Fritz und Julchen ins Versteck; Denn schon zeigt sich in der Ferne Vater Knopp mit der Laterne.
Knipp, der Hund, kratzt an der Tür. Knopp der denkt: „Was hat er hier?“ Starr und staunend bleibt er stehn Mit dem Ruf: „Was muß ich sehn??“
Dann mit Fassung in den Zügen Spricht er: „Na, Ihr könnt Euch kriegen!!“ Jetzt kommt Mutter, jetzt kommt Tante, Beide schon im Nachtgewande.
Oh, das war mal eine schöne Rührende Familienszene!!! –
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