Sollt unsre Lust an Gottes Werken dem Schöpfer
auch gefällig seyn?
Der Zweifel fiel mir oft vor diesem, und fällt mir noch
zuweilen ein,
Doch find ich, daß er ungegründet. Wir lehren in
der Christenheit,
Daß Gott auf unsern Wandel achte. Wär es nun eine
Billigkeit,
Zu glauben, daß die ewge Liebe uns, bloß zu unsrer Quaal,
betrachte,
Und nur auf unser Sündigen, um uns darum zu strafen,
achte,
Nicht aber auch, wenn wir die Pflichten,
Wozu er uns erschuf, verrichten,
Und wenn wir uns, zu seinem Ruhm, uns sein zu freuen,
nicht entbrechen?
Dieß scheint der Eigenschaft der Liebe und Huld schnur-
stracks zu widersprechen.
Es scheint vielmehr, er habe selbst uns diese Wahrheit
eingeprägt,
Es sey ein solcher Gott kein Gott, der lauter Zorn und
Rachgier hegt.