Wie ich, nach verschwundner Nacht,
Jüngst, im angestrahlten Thau,
In der Tropfen Meng’ und Pracht
Tausend Sonnen-Spiegel schau;
Zieht, vor andern, Blick und Sinn
Ein vor andern helles Tröpfgen, durch sein Funckeln, zu sich
hin;
Da ich denn, mit Lust erfüllt,
Nicht nur ein klein Sonnen-Bild,
Auf der Ründung äussern Höhe,
Als ein blitzend Lichtgen, sehe;
Sondern, da der Thau so klar,
Wie die reinesten Cristallen;
Seh ich dieses Lichtgen gar
Durch des Tröpfchens Cörper fallen
Auf ein nah gewachsnes Blat,
Wo es denn verlängt, gespitzt,
Die Figur von einem Strahle, der in langem Strich-
blitzt,
Durch das Blat gedrückt, erhält. Wie ich solchen nun
betrachte,
Und so wol auf seine Läng’, als den runden Ursprung, achte;
Fällt von ungefehr mir bey:
Ob dieß nicht vielleicht ein Bild strahlender Cometen sey?
Wie! gedacht’ ich, wenn der Cörper der Cometen bey der
Ründe,
(so wie ich hier in dem Tropfen, welcher gantz durchsichtig,
finde)