Wie wär es, lieber Mensch, wenn man gewißlich
wüste,
Ja, wenn man auch nur zweifeln müste,
Daß etwann, nach gewissen Jahren,
Dein Nechster alles würd’ erfahren,
Was etwann hinterrücks dein Mund von ihm gesprochen,
Würd es auch gleich durch anders nichts gerochen:
Was meinst du, würdest du dich nicht entsehn,
Mit ihm auf die Art umzugehn,
Wie du es jetzo machst? Nun kömmt es mir
Nicht nur der Wahrheit ähnlich für,
Ob werde dieß dereinst geschehn;
Ich find in heil’ger Schrift so gar die Spuren stehn:
Die Dinge die verborgen waren
Wird GOtt, zusammt dem Raht der Hertzen, offenbaren;
Dieß stehet deutlich da. Drum diene solch Entdecken
Dich vom Gewohnheits-Schlaf zu wecken,
Und von Verläumdungen und Lästern abzuschrecken.