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1680–1747

Von der Hitze und von der Kälte.

Barthold Heinrich Brockes

Wenn in der Lufft die Hitze sich verbreitet, So dringt die Gluht dadurch viel leichter fort, Ein Holtz-Stoß, der im Sommer zubereitet, Brennt, da die Lufft gedehnt, so hefftig lange nicht.

Wenn aber der ergrimmte Nord Aus den gefrornen Hölen bricht, Und nichts, als schwartzen Dufft, Frost, Eiß und Schlossen, schnaubt; so macht die dicke Lufft,

Daß sich des Feuers Krafft recht zu verdoppeln pfleget. Wenn ihm der Weg verleget, So krachet, hüpffet es, und springet, Es gläntzet, spitzet sich, es funckelt, es durchdringet,

Und seine Wärme nimmt sodann vom Sonnen-Schein Die Stell’ im Winter gleichsam ein.

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