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1680–1747

Von der Hitze und von der Kälte.

Barthold Heinrich Brockes

Wann in verborgner Adern Gängen Von unserm Blut Die stets gepresste Fluth Nicht anders, als mit starckem Drängen,

Jm Creise lauffen kan; entsteht dergleichen Gluht. Von so verschiednem Drang entstehn Die Gährung und ein schnelles Kochen, Man fühlt ein sanfftes Feur durch unsern Cörper gehn,

Wenn das Geblüt, im Hertzen ausgebreitet, Die Geister, sonder Zwang, in alle Theile leitet. Das sanffte Regen seiner Säffte Gab uns Gesundheit, Stärck’ und Kräffte.

Allein man spührt des Fiebers wildes Pochen, Des Blutes Stocken folgt ein übereilter Schlag,

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