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1680–1747

Von der Hitze und von der Kälte.

Barthold Heinrich Brockes

Bewundert man nun dieses sehr, Auf welche Weise doch zwo Feuchtigkeiten Die, wenn sie einzeln kalt, als wenn es feurig wär, Sich von sich selbst erhitzen, brudeln, streiten

In einem Augenblick, wo kommt das Feuer her, Worüber man sich so verwundern muß? Daher, dieweil der rundeu Cörper Fluß, Die sich begegnen, ihre Gänge

Verstopffen, hindern, und sie enge Und schwierig machen: Da sie dann, So viel ein jeder immer kan, Was sie umgiebet, von sich drängen.

Nichts kan so dann sich durch dieselbe zwängen, Als blos das erste Element, Wodurch die kleine Cörperlein Beweget seyn:

Und durch die Stösse, die sie sich Einander so gar hefftiglich Und mit so strengem Triebe geben, Erregen sie in dieser kalten Fluth

Solch eine schnelle Gluht.

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