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1680–1747

Von der Hitze und von der Kälte.

Barthold Heinrich Brockes

Um nun des Brennens Eigenschafft, Die so gewaltige geschwinde Krafft, Die so verschiedne Würckung thut, Recht gründlich einzusehn; so können wir die Gluht

Als etwas flüssiges beschreiben, Worinn die kleinen Cörperlein, Die hart und sehr durchdringend seyn, Mit einer schnellen Fluth gedrehet sind und treiben.

Sie schwimmen, fortgerückt vom ersten Element, Sie nehmen die Natur von dessen schnellen Regen Und folglich von desselbigen Bewegen Die schnellste Fertigkeit. Dasjenige, was brennt,

Sind brausende, beweglich-leichte Wellen, Die, da sie durch die Lüffte dringen, Stets umgetrieben, knastern, springen, Und weit vom Mittelpunet getrennt:

Doch von der Lufft, durch welche sie gedrückt, In ihrem Kreis zurück gehalten und geschickt, Auf jeden nahen Vorwurff fallen. Sie suchen sich auf allen Seiten

In schnellster Würckung auszubreiten. Durch ihre Flüchtigkeit, zertheilen sie, durchdringen Die Cörper, öffnen, trennen, schneiden.

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