Es unterscheiden sich die Seelen,
Erniedrigt durch des Cörpers Druck-Gewicht,
Von ihrer Sinnen Werckzeug nicht,
Wenn wir, voll Unvernunft, uns falsche Schlüsse wehlen:
Kan, spricht man, GOTT der HERR und SCHOEPF-
FeR aller Sachen
Nicht Cörper, welche dencken, machen?
Ja, GOTT der HERR formirt nach Seinem Willen
Sowol die Cörper, als Gedancken:
Doch beyde bleiben stets, Sein Wollen zu erfüllen,
In ihren angewiesnen Schrancken.
Von denen von Natur verschiednen Eigenschafften
Und Kräfften wird man nimmer sehn
Die eine Art zur andern übergehn.
Ob die Gedancken gleich sich an die Cörper hangen;
So können Cörper doch zum Dencken nie gelangen.
Die GOTTHEJT will Sich Selbst nicht widersprechen
In Jhren Ordnungen den Schluß zu unterbrechen.
In beyden bleibet Jhr zugleich
Jhr unveränderliches Reich.
Es bleibet cörperlich, was GOTT zum Cörper macht,
Und geistig, so er nicht aus Stoff hervorgebracht.