Daß wir zugleich den Geist, sein Wesen, seine Art Von dem, was eörperlich, und offt die Sinnen lencket, Bemühet seyn zu unterscheiden. Es setz’t der Mensch, und wol recht als mit Freuden,
Sich aus sich selbst heraus, und zwar die meiste Zeit, Ja, durch sich selbst geteuscht, setzt er in andre Dinge Das, was bloß durch Gelegenheit Der Vorwürff’ er in sich von Sinnlichen empfinge.
Wir sperren uns und wollen nicht verstehen, Daß Cörper, von so unterschiednen Gaben, Nur bloß von uns die Eigenschafften haben, Daß nichts bey ihnen sey, als bloß nur ein Bewegen,
Wodurch sie denn den Nerven das erregen, Was Cörper insgemein Von Cörpern zu empfangen pflegen: Wie denn auch ebenfalls kein’ andre Eigenschafften
An denen Nerven selber hafften; Als daß sie minder bald, bald mehr beweget seyn, Und jede von dem Druck bald mehr bald minder leidet: Wann aber sich ein Sinn von audern unterscheidet;
So sey man überführt, daß bloß der Geist allein Geschickt ist zu befinden Den Unterscheid, den wir durch sie empfinden. Wenn man beflissen ist, daß man erkenne,
Auf welche Weise uns das Feuer wärm’ und brenne; So dencke man nur frey, Daß es recht lächerlich und kindisch sey, Wofern man in das Feur die Wärme wollte setzen,
Die uns, nachdem die Hand, bald fern, bald nah dabey, Jm Wechsel, kan ergetzen und verletzen.
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