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1680–1747

Von denen Sinnlichkeiten insgemein.

Barthold Heinrich Brockes

Als eine Pflantze nehrt er sich, Die Zeit die solchen Leib formiret und verbessert, Der durch die Nahrung sich vergrössert, Die Adern, Muskeln, Hirn und Hertz, fast sichtbarlich

Entwickelt und entdeckt; bemühen sich zu leben, Und, nebst der Geistigkeit, dem Blut’ den Lauf zu geben. Es stellt die Frucht forthin kein bloß Gewächs mehr für, Sie athmet, reget sich, und ist ein Thier.

So unterschiedner Ding, verschiedne Eigenschafften Vermengen sich, verbinden sich und hafften In-und an seinem edlen Wesen. Jedoch ist es ein Leib aus Elementen nur

Der bloß die Ordnung hat und die Figur, Bis ihn, da er zum höhern Grad erlesen, Ein Strahl belebt, der aus der GOTTHEJT fleusst. Mit den Bewegungen verbindet sich der Geist:

Damit er noch vollkommner sey; so schencket Sein SCHOEPFFER ihm den gedencket.

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