Doch würcken Vorwürff' offt von einer Art
Auf unterschiedne Weis’ in unterschiednen Augen.
Es düncken Farben dem unangenehm und hart,
Die jenen zu vergnügen taugen.
Der Farben Gegenwart würckt stets mit Unterscheid
Auf einen jeglichen insonderheit,
Und man betrüget sich zu aller Zeit,
Wenn man die Farben stets nach seiner Meinung richt.
Man spüret beym gelb-süchtigen Gesicht,
Das überall sein Elend mit sich träget,
Wie er das gelb’, so er im Augen heget,
Auf äusserliche Ding’ unbillig leget.
Er theilet andern mit die Gall’ in seinen Blicken,
Und sein beklebend Gifft
Macht gelb, das Blau und Grün, so Lufft und Wiesen schmücken.