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1680–1747

Von den Elementen.

Barthold Heinrich Brockes

Es scheint demnach, daß wir mit Recht nicht können Lufft, Erde, Gluth und Fluth die Elemente nennen: Da diese Cörper ja, besieht man sie allein, Von allen auf der Welt am minsten einfach seyn:

Da wir dieselben nun durchaus nicht deutlich sehen; Kan auch kein deutlicher Begriff daraus entstehen. Ja, wenn man sie so gar Elementarisch einfach heist;

Ist die Benennung doch nicht klar: Indem sie unsern Geist Jm Jrrthum mit sich fort, auch wider Willen reisst. Wofern man etwas will kalt, feucht, warm, trocken nennen,

(so ja die ersten Eigenschafften, Die, wie man spricht, an allen Cörpern hafften:) So zeigt man zwar zu gleicher Zeit Derselben Streit und Einigkeit;

Allein, man lernt dadurch nicht die Natur erkennen. Man hat noch immer Müh sich deutlich zu erklären, Was warm und kalt, was trocken sey und feucht, Wie weit die Würckungen den Cörpern angehören,

Wie mit dem Werckzeug sich dieselbige vergleicht. Die Wort’ allein sind nichts. Und, wie ein jedes Wesen Aus einem Ursprung ja nothwendig erst entstand; So ist ein Ursprung ja, der selber nicht bekannt,

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