So lang der Sonnen Gluth die neue Welt anlacht,
Liegt unsere versenckt, in einer tieffen Nacht;
Hernach erhebet sich derselben dicker Schleyer,
So uns bisher vom hellen Sonnen-Feuer
Den schönen Glantz geraubt. Der Morgenröthe Pracht
Giebt den verlohrnen Glantz an jedem Vorwurf wieder.
Es gehet kaum sobald der Tag im Westen nieder;
So überdecket uns aufs neu die schwartze Nacht.
Es wechselt alles ab. Doch mögen noch so schön
Die neuen Scenen uns die Farben mahlen,
So flüchtig oder daurhafft seyn;
So ist doch auf der Welt, von allem, was wir sehn,
Nichts anders, als nur Sonnen-Schein
Nichts anders, als nur Sonnen-Strahlen.