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1680–1747

Von den durchsichtigen und nicht durch- sichtigen Dingen.

Barthold Heinrich Brockes

So lang der Sonnen Gluth die neue Welt anlacht, Liegt unsere versenckt, in einer tieffen Nacht; Hernach erhebet sich derselben dicker Schleyer, So uns bisher vom hellen Sonnen-Feuer

Den schönen Glantz geraubt. Der Morgenröthe Pracht Giebt den verlohrnen Glantz an jedem Vorwurf wieder. Es gehet kaum sobald der Tag im Westen nieder; So überdecket uns aufs neu die schwartze Nacht.

Es wechselt alles ab. Doch mögen noch so schön Die neuen Scenen uns die Farben mahlen, So flüchtig oder daurhafft seyn; So ist doch auf der Welt, von allem, was wir sehn,

Nichts anders, als nur Sonnen-Schein Nichts anders, als nur Sonnen-Strahlen.

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