Ein Mensch wird offt ein Ding sehr strenge riechend finden;
Der nahe bey ihm steht, wird nichts davon empfinden.
Man findet manch Gehirn von solcher Zärtlichkeit,
Daß es fast nichts, was riecht, vertragen kan,
Der kleinen Cörperchen Bewegung ficht ihn an,
Fast mehr, als die Beschaffenheit
Von gröbern Düfften ihn verletzt.
Es zeiget ja fast täglich sich,
Wie offt ein Mensch so wunderlich
Durch den Geruch gantz aus sich selbst gesetzet,
Und schnell gekräncket wird; Hat jemand die Natur,
So braucht es einer Blum in einem Garten nur.
Der kan nicht den Geruch von einer Ros’ ertragen,
Den andern kan der Dufft der Jelsomin verjagen.