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1680–1747

Viehische Unempfindlichkeit der Menschen.

Barthold Heinrich Brockes

Ein Ochs', ob er gleich sinnlich ist, Kann doch, wann er sein Futter frisst, Nicht, im Ein Mensch den GOttes Hauch

Gewürdigt, ihm dazu die Fähigkeit zu schencken, Sollt es im Ein Pferd, vermag es gleich zu Kan doch, bey süsser Vögel Chören

Und lieblichster Musie, am Schöpfer nicht gedencken. Ein Mensch, den selbst des Schöpfers Hauch Gewürdigt, ihm dazu die Fähigkeit zu schencken, Sollt es im

Ein Hund, ob er gleich Riecht ihm gleich etwas lieblichs an; Kann er doch, bey der Lust, nicht an den Ursprung dencken. Ein Mensch, den GOttes Hauch

Gewürdigt, ihm dazu die Fähigkeit zu schencken, Sollt es im Ein Schwein zeigt sein Mit halb geschlossnem Aug, sanft gruntzend reibt; allein

Es kann, bey seiner Lust, nicht weiter dencken. Ein Mensch dazu formirt, durch GOttes Hauch, Sollt im Es kann ein iedes Thier, wie Wunder-schön

Der Sonnen heller Strahl die Cörper färbet, Jedoch kann es dabey am Schöpfer nicht gedencken. Ein Mensch, den GOttes Hauch Gewürdigt, ihm dazu die Fähigkeit zu schencken,

Sollt es im

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