Der nimmer ruhige verschmitzte Cacopist, Ein Arbeit-seelger Alchymist, Der Tag und Nacht aus Bley, und aus verbrannten Kohlen, Der Weisen Stein beschäfftigt war zu holen;
Dem aber nun, weil er so offt betrogen, Sein letzter Heller auch aus dem Camin geflogen, Ward von dem mächtigen und reichen Agathander In seiner Klufft besucht, wo schwartz berauchte Wände,
Wo Schlacken sonder Maaß, wo Tiegel ohne Zahl, Wo Oefen sonder Ende, Und welche nun, seit so viel Jahren, Zum ersten mahl
Vom Feur und Kohlen leer und kalt, Bey Hauffen anzutreffen waren. Aus diesem Schwefel-Loch und finstern Aufenthalt, Wird Cacopist, mit vieler Höflichkeit
Und Bitten, in ein Schloß gezogen, Das Agathander erst vor kurtzer Zeit, Nebst einem mehr als Königlichen Garten, Erbaut und angelegt. Die Pracht, Vollkommenheit,
Die Bau-Kunst, tausend Arten Von fremder Seltenheit, Fontainen, Grotten und Alleen; Die fast nicht abzusehen seyn;
Gebüsche voller Nachtigallen Gewässer die von Stein auf Stein Mit murmelndem Geriesel fallen, Sind ja so schön daselbst, als zu Jertzbeck, zu sehen.
Was denckst du nun, wie Cacopist, Der nunmehr mehr im Paradise Als wie in einem Garten ist, Sich gegen alle Pracht erwiese?
Was meinest du? Er stopffte Nas’ und Ohr, und knipff die Augen zu; Um in den eitlen Gold-Gedancken Sich nicht zu stören,
Auch seinen Gönner nicht zu ehren, Wollt er nicht riechen, sehn noch hören. Die Bosheit nun ward Agathander gleich, Doch ohn Betrübniß nicht, gewahr:
Und, sonder sich mit ihm zu zancken und zu streiten, Ließ er ihn wiederüm in seine Höle leiten. Ach leider! wären nur nicht viele Christen In dieser schönen Welt dergleichen Cacopisten!
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