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1680–1747

Vernünftig-sinnlicher GOttes-Dienst.

Barthold Heinrich Brockes

Wie ist doch das Geschenck der Sinnen so herrlich, wenn mans recht ermißt! Ach, daß die Menschheit GOtt, dem Geber, dafür so un- Ich finde, daß auch Hunde riechen; ich sehe, wie auch Der Sonnen Licht und Gras und Blumen, so wol als

Was machst du denn für Wercks davon? Und zwar noch wol so gut als wir, auch ofters besser Soll zwischen uns und ihnen denn so gar kein Unterschied Daß willst du ja wol eben nicht. Nun kann ja der in

Als eben darin nur bestehen, Daß wir auf andre Weis’, als sie, empfinden, schmecken, Gebrauchen wir durch die Vernunft die Sinnen anders So folgt der Schluß von selbst: der Mensch ist auch nicht

Will man sich aber von demselben, wie es ja unsre Pflicht, Laßt uns die Sinnen, GOtt zum Ruhm, der sie uns Dieß kann nun GOtt-gefälliger auf andre Weise nicht Als wenn durch des Verstandes Licht wir würcklich sehen,

Empfinden Nicht Alsdann wird man durch Seel’ und Leib, die GOtt uns bei- Weil wir so dann in allem Weisheit und Liebe, ja ihn

Durch nichts wird unser GOtt auf Erden in unsren See- Dieß heißt, nach Davids Regel:

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