Wie viel tausend Umständ', Ordnung und Bemühung
braucht man nicht
Zur Gesundheit blos allein!
Wie so viele tausend Fälle reich zu werden, und zu seyn!
Wie viel tausend zu dem Wolstand! wie viel zu beglück-
ter Ehe!
Wie viel tausend zur Befördrung, daß uns nichts im We-
ge stehe,
Welches mächtiger als wir! daß es wol von Statten gehe,
Wenn wir, zu der unsrigen Nutz und Wolfahrt, uns be-
mühn!
Wie viel tausend Hindrungen müssen sich zu rechte ziehn,
Eh’ man alles, was man wünscht, was man braucht, was
uns gefällt
Erst erhält;
Und, wenn wir, trotz aller Hindrung, alles dieses über-
kommen,
Wird es nicht in acht genommen,
Gott, als Geber, nicht gedanckt. Ja, man wendet alle
Sachen,
Die mit so viel Müh’ erhalten, ja sein Ticht- und Trach-
ten an,
(welch ein’ unglückseel’ge Thorheit, die man nicht begreif-
fen kann)
Sich, an statt vergnügt und glücklich, unglückseelig selbst
zu machen.