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1680–1747

Uebersetzung.

Barthold Heinrich Brockes

Wie klein ist doch das kleine Theil von unsrer Welt, aus Fluht und Land, Wovon der Mensch der Lehns-Herr ist! Der Rest ist nichts, als Wüsteneyen,

Als Klippen, schroffe Gegenden, gefrorne Meere, brennend Sand, Von Wunder-Thieren, Gift und Stacheln, von Todt und Mord ein Aufenthalt.

Dieß ist von unsrer Erden-Charte die melancholische Ge- stalt, Noch finsterer die Würklichkeit. Derselben Erden wilde Wüste

Ist von uns eine Chart’, ein Abriß. So nah benachbart sind die Lüste Des übermüht’gen Erden-Herrn mit dem so weiten Reich der Pein,

Wo tiefe Plagen uns erschütternd, uns gleichsam drohen zu zerreissen, In welchem laute Sorgen heulen, wo gift’ge Leidenschaf- ten beissen,

Ein räuberisches Heer von Elend beständig dreut uns um- zubringen, Und ein verrähtrisches Geschick sich öffnet, um uns zu ver- schlingen.

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