Noch ist eine kleine Laube, die wir
Weil sich ihrer zween darinn füglich unterhalten können.
Diese, worinn keine Sonne, wenn es noch so schwühl ist,
dringt,
Ist von sieben jungen Eichen von Natur fast ganz umringt,
Die die kleine Rasen-Bank, mit nicht mindrer Anmuht,
decken.
Schönes Caprifolium scheint auch hier sich zu bemüh’n,
Wenn, auf seinen schlanken Zweigen, die gefärbte Bluhmen
blüh'n,
Uns, nicht nur im grünen Laub, auch in Bluhmen, zu
verstecken,
Da denn, wenn der süsse Duft aus der süssen Blühte
quillt,
Sich im lieblichen Geruch unsre Nas’ und Herze füllt,
So, daß hier, indem es kühl,
Nebst den
Gefühl,
Sich zu gleicher Zeit vergnüget.
Der verliebten Vögel Chöre
Reizen, mit den hellen Stimmen, oft zugleich auch das
Gehöre;
Ja, hier kann uns auch das
Eine süsse Lust erwecken,
Wenn die nah’ gelegne Quell’ uns ihr süsses Wasser
schenkt,
Und man mit den reinen Tropfen, die so kühl, wenns
warm, sich tränkt.
Wenn wir hier, in stiller Ruh’, so verschiedner Lust genies-
sen,
Sollt’ ein billiges GOtt Lob! sich aus unsrer Brust
ergiessen,
Und man sollte GOtt verehren, Der uns hier in diesem
Leben,
Auf so mannigfache Weise, so verschiedne Lust gegeben.