Bewunderst du, o Mensch, des Schöpfers Weisheit-
Licht
In seinen Creaturen nicht;
So scheints, daß du nur blos ein Werckzeug bist,
Wodurch die Welt für andre Creaturen,
Und nicht für dich, geschmücket ist.
Dein Garten pflantzen, Häuser bauen
Muß, da die Menschen es, so bald sie es vollbracht,
Nicht achten, nicht mit Lust, und nicht mit Danck beschauen,
Vermuhtlich Geistern seyn zu Nutz gemacht,
Die es nicht nur bey Tag’, auch bey der Nacht,
Wie es so ordentlich, so nett so schön,
In ihrer Lust, zu GOttes Ehren, sehn.
Wann aber GOtt dennoch dich, eine Fähigkeit,
Und Sinnen auch dabey, gewürdigt, dir zu schencken,
So liegt es blos an dir, dein Dencken,
Nebst ihnen auch darauf zu lencken.
Wann dieß geschicht, wird GOtt durch jene nicht allein,
Nein, auch durch dich zugleich, gepriesen seyn.
Geschicht es nicht; so must du selbst gestehn,
Daß da du auch dazu erlesen,
In seiner Creatur sein’ Allmacht anzusehn,
In deiner Lust den Schöpfer zu erhöhn;
Es, wenn dasselbe nicht geschehn,
Bloß deine Schuld allein gewesen.