Ich seh, auch mitten in der Nacht,
Jm hellen Mond der Sonnen Pracht,
Ob es die wenigsten gleich meinen,
Jm Wiederschlag auf Erden scheinen.
So danckt dem, der den Mond gemacht,
So daß, auch mitten in der Nacht,
Er unsrer Sonnen Licht und Pracht,
Die stets das Firmament erfüllet
(doch wenn sie nicht an etwas fällt
Den Creaturen dieser Welt
Nicht sichtbar ist) vor uns enthüllet,
Und laßt uns, ob der Sonnen Schein,
Den uns der Mond zeigt, frölich seyn,
Und unserm GOtt, um ihn zu preisen,
Doch eine frohe Seele weisen!
Wie kann der grosse Schöpfer wollen,
Daß wir ihm etwas anders zollen,
Als eine, mit gerührter Brust,
Aus seinem Werck empfundne Lust?