Die Segen-schwangeren Alleen
Der häufig aufgethürmten Hocken,
Von Gersten, Haber, Weizen, Rocken,
Sind itzt, wie sie so zierlich stehen,
In langen Linien zu sehen.
Wenn wir darinn spatzieren gehen,
So laßt uns, mit gerührter Brust,
Doch Dessen Macht und Lieb’ erhöhen,
Der, uns zum Nutzen und zur Lust,
Um Seine Lieb’ und Macht zu fassen,
So schön Getrayde wachsen lassen.
Ach GOtt! hier seh’ ich, Dir zum Preise,
Wie, aus der Erden, unsre Speise
Durch Deine Macht und Liebe quillt!
Ach GOtt! wie ist von Deinem Segen,
Durch Saamen, Sonnen-Schein und Regen,
Der Erden obre Fläch’ erfüllt!
Wohin wir unsre Blicke kehren,
Ist alles voller schwehren Aehren,
Die, bloß allein um uns zu nähren,
Von Fleisch-formiernden Körnern voll.
Ach wär, für so viel Gnad’ und Güte,
Doch unser fröhliches Gemühte
Auch voll Erkenntlichkeit und Dank!
Ach, süngen wir, für so viel Gaben,
Die wir, allein von Dir, nur haben,
Dir manchen schönen Lob-Gesang!