Was kann es eigentlich doch für Vergnügen geben,
Daß ich mich in die Zahl derjenigen, so leben,
Auf dieser Welt gesetzet sehe?
Daß etwann Speiß und Tranck durch meine Gurgel gehe?
Daß ich den morschen Leib, der doch so schwächlich,
Der, wenn man ihn nicht stets erfüllet, so gebrechlich,
Beständig pfropf’ und stopf’ und fast nur leb’ allein,
Ein Kranckenwärter hier zu seyn?
Wofern man seinen Geist nicht nach dem Schöpfer lencket,
Und seine weise Lieb’- und wunderbahre Führung,
Die Wunder seiner Macht und herrlichen Regierung,
In Ehrfurcht voller Lust, bewundernd überdencket,
Und inniglich gerührt, ihn innig liebt und ehrt;
So ist das Leben hier auf Erden
Nicht einst ein Gut genannt zu werden,
Nicht, daß man es begehre, wehrt.