Verargt mir's nicht, geliebte Menschen, daß euch von der
so schönen Welt
So vieles und so oft durch mich wird wiederhohlt und vor-
gestellt.
Ich halt’ es theils für meine Pflicht; theils seyd ihr selber
Schuld daran,
Da ich (doch manchen ausgenommen) von vielen noch nicht
sagen kann,
Daß ihr, aus dem gewohnten Schlaf (so doch so nöthig)
aufgewacht,
Des grossen Schöpfers grosse Wunder, und in denselben,
seine Macht,
Und Lieb’ und Weißheit schmeckt und seht. Daher ich noch
nicht müde werde,
Der grossen GOttheit, Lieb’ und Allmacht, im Schmuck des
Himmels und der Erde,
Euch unaufhörlich anzupreisen, und dulde, der Geschöpfe
Herrn
Zu Ehren, euer Nasen rümpfen, und euer hönisch Tadeln,
gern;
Vin auch der Hofnung, daß, da ihr, nur durch Gewohnheit
schlaft, dennoch,
Auch ihr, wo nicht; doch eure Kinder, des Undancks unglück-
seeligs Joch
Dereinst von Halse werffen werdet. Ich hoff es, und ich
glaub' es schier.
Ja, wenn es nicht geschehen sollte, wie ich jedoch nicht
hoffen will;
So fühl ich dennoch solche Lust, und solchen strengen Trieb
in mir,
Daß ich mich nicht entschliessen kann, von GOttes Wunder-
Wercken still,
Und, euch zu willen, stumm zu bleiben. Jetzt da ich aber-
mahl die Zier,