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1680–1747

Schatten.

Barthold Heinrich Brockes

Es vermehrt so gar der Schatten, Den das Licht durch Cörper macht, Der Denn wenn Schatten-Bilder sich

Mit des Urbilds Bildern gatten; Stellt sich der Unsern Augen doppelt für. Und der

Mehrt sich noch verwunderlich Durch der Schatten Dunckelheit. In den Wäldern, auf den Matten, Wenn wir alle Vorwürff sehn;

Sind sie fast noch einst so schön Durch die Nachbarschaft der Schatten, Die das Licht noch mehr erhöhn, Und es auf verschiednen Stellen

Durch den Gegensatz erhellen, Die sie, durch beweglichs Schertzen, Nicht so, wie es scheinet, schwärtzen, Und die Farben nicht vertreiben;

Da sie würcklich alle bleiben. Ferner kann man in der Hitze, Wie die Schatten süß und nütze, Da sie uns so lieblich kühlen,

Wenn man es erweget, fühlen.

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Schatten. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove