Indem ich jüngst im grünen Klee
Der Wiesen Schmuck mit tausend Lust beseh,
Werd’ ich von ungefehr gewahr,
Wie eine blaue Käfer-Schaar
In halb-gedorrtem Pferde-Mist
Sich aufhält und beschäftigt ist,
(ohn an der Erden Pracht und Schätzen,
Mit welchem sie umringt, sich zu ergetzen
Und einiges Vergnügen draus zu fühlen)
In ihrem Wuft vergnügt, beständig fort zu wühlen.
Ich sahe dieß zuerst nicht sonder Eckel an,
Biß ich mich überwand
Und eine kurtze Zeit bey ihnen stille stand;
Da ich auf ihr Betrieb, mit ernstem Dencken, sann.
Es scheint, ich solte mich fast der Vergleichung schämen,
Fiel mir zu Anfang bey,
Von dieser Bruht ein Beyspiel herzunehmen,
Als ob in ihr und uns was gleiches sey;
Allein,
Fiel mir, beym fernern Dencken ein:
Es ist ja dennoch wahr. Warum soll ichs nicht sagen?
Vielleicht vermag des Beyspiels Scheuslichkeit
Zur Lehr’ und Besserung, was beyzutragen.
Wenn ich den geitzigen Chrysander,
Sammt seines Gleichen, bey einander
Mit nichts, als irdschem Koth, beschäftigt seh,
An welchem sie mit Leib und Seele hangen,
Nichts anders suchen, nichts verlangen,
Den edlen Geist mit allen seinen Kräften,
Auf nichts, als Gold und Reichthum, heften,