Worin kann Adams Herrlichkeit Jm Paradiese sonst bestanden haben, Als daß er sich an der Vollkommenheit Der Creaturen können laben?
Als daß er seiner Seelen Kräffte Mit seinen Sinnen so verbunden, Daß er dadurch, (o seliges Geschäffte) In aller Creaturen Pracht
Des grossen Schöpfers weise Macht, Voll stetiger Bewunderung, gefunden? Hätt’ er sie, wie wir sie betrachten, auch betrachtet, Und sie nicht seines Blicks noch denckens werth geachtet;
So hätt’ er, so wie wir, auch keine Lust empfunden. Das gantze Paradies, mit allen seinen Schätzen, Hätt’ ihm so wenig Lust, Vergnügen und Ergetzen In seiner Seel’ erwecket und erregt,
Als leider ietzt die Welt uns zu erregen pflegt. Woraus denn klärlich zu erweisen, Daß, wo wir unser dencken Nicht auf die Creaturen lencken,
Und in derselbigen Genuß den Schöpfer preisen, Wir, weder unsers Schöpfers Willen, Der uns aus Lieb’ ergetzen will, erfüllen, Noch ie in einem Stand’ auf Erden
Vergnügt und glücklich können werden. Hingegen, weil darin gewiß was Göttlichs steckt, Wird dem, der GOTT zum Ruhm, sieht, höret, riecht und Solch eine Art von Lust darin entdeckt,
Die wahrlich alle Lust der Welt, Die man sich iemahls vorgestellt, Bey weitem übertrifft. Ich hab’ es dann und wann Und man auch dieses sich nicht selber geben kann)
Ich sage dann und wann, verspürt, Da mich ein solcher Strahl von Lust gerührt, Daß ich mit einem Königreich Sie wahrlich nicht vertauschet hätte.
Ach grosser GOTT! weil alles Dein, So gönne mir, und vielen neben mir, Daß wir, üm Dir mit unsrer Lust zu dienen, Für Dein Geschöpf empfindlich seyn!
Ach gieb, daß mich nebst ihnen Dein herrlich Werck mag öffters rühren. Laß solchen Ausbruch süsser Lust, In unsrer durch die Welt gerührten Brust,
Zu Deinem Ruhm, uns offt verspüren!
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