Die Bäume sind ietzt weiß, ein ieder Ast,
Ja auch der kleinste Zweig, trägt eine Flocken-Last,
Wodurch, was biegsam, tieff gebogen abwärtz hänget.
Doch reisset offt der wilde Nord
Die weisse Bürde mit sich fort,
Und streuet sie, mit Schlossen untermenget,
Ergrimmet überall. Es rasselt recht und zischt,
Wann er was hartes trifft. Der Schnee, gepresst, ge-
Fliegt in der grauen Lufft, als wie ein weisser Schmauch,
Hier wie ein weisser Schaum, dort wie ein weisser Rauch,
Mit weissem Staub vermischt.
Dem folget bald ein Heer von luckern Flocken wieder,
Die schweben, wann es still, gemählig auf und nieder:
Wovon, wann viele sich allmählig aufwärts ziehn,
Viel’ Ost- und viele West-wärts fliehn.
Des krummen Wandrers Haar wird, durch den rauhen
Beeiset, weiß und steiff.
Hält gleich der Schnee das Land, das Eis die Fluth
Ja stürmt und schnaubt der Nord, wie er ietzt öffters pflag;
Erinner’ ich mich doch, offt manchen schönen Tag
Jm Winter auch erlebt zu haben.