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1680–1747

No. 8.

Barthold Heinrich Brockes

Jm verwachsenen Gefilde, zwischen dick - bebüschten Hügeln, Jm mit Schilf bekränzten Bach, der im Widerschein stets grün, Durch der grünen Blätter Schatten, in polirter Klarheit Sieht man hier den edlen Hirsch weiden, und zugleich sich

In des offnen Maules Stellung sieht man deutlich, daß er Wie die feucht und frische Kost ihn mit Anmuth nähr und Doch sein Auge zeigt zugleich, daß sein prächtiges Geweih, So der Wiederschein ihm zeiget, seiner Blicke Vorwurf sey.

Wer bewundert, der dieß siehet, nicht des Künstlers kluge Jeder Punkt zeigt einen Geist, jede Linie Verstand. Aber hört! erkennt dabey, wenn euch sein Gemälde rühret, Daß er uns, durch die Copie, zum weit schönern Urbild führet.

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