Halb in frisch-und kühlem Schatten, halb in schwülem Son- nenschein,
Unter Blätter-reichen Bäumen, zwischen Kräuter-reichen Hügeln,
Sieht man einen edlen Hirsch, hier im klaren Bach sich spiegeln,
So natürlich, daß der Schein selbst ein Urbild scheint zu seyn.
Ist gleich seine Stellung still; Läßt uns doch sein rasches Wesen
Seine schüchterne Natur, aus fast regen Zügen, lesen.
Seht! es rühren sich die Ohren. Schaut! die Augen sehn
Hört! ob man nicht eigentlich das Geraschel hören kann,
Des von ihm zertretnen Schilfs. Edler Ridinger, dein Geist,
Welcher uns des Schöpfers Macht, in der Körper Schönheit,
Zeiget, welche Kraft, zu bilden, Gott den Geistern eingesenket,
Und zugleich, wie groß das Maaß, welches dir von Jhm ge-