Kommt, laßt uns an den mehr als güldnen Schätzen
Der gelben Aehren uns ergetzen!
Laßt uns sie mit Vergnügen mäh’n
Und in die Scheuren fahren seh’n!
Man sieht, mit Freuden, allbereit
Der gelben Felder Schmuck und Segen,
Durch unsrer Schnitter Faust, in reger Emsigkeit,
Nur bloß allein um uns zu nützen,
Sich krümmen und in Schwaden legen.
Man sieht, mit Lust, der Sensen Blitzen,
Man sieht die Binder fertig binden,
Und Kränz’ aus Stroh um schwere Garben winden.
Seht, wie in zierlichen Alleen,
Und langen Linien, daß sie kaum abzusehn,
Die netten Hocken-Hügel stehen!
Dort können kaum die grossen Leiter-Wagen
Das raschelnde Gewicht gebundner Garben tragen.
Man fährt den Segen itzt in eure Scheuren ein,
Und ihr verzögert noch vergnügt zu seyn?
Lauter Anmuht, lauter Lust
Quill’ aus eurer frohen Brust!
Chor erk.
Seelen. Lauter Anmuht, lauter Lust
Quillt aus unsrer frohen Brust.
Es lobsing’ itzt Jedermann!
Jeder, der das Feld betrachtet,
Preise GOttes weise Stärke!
Rufe:
Wer ihr achtet,
Der hat eitel Lust daran.
Betr. Du ewiger Gnaden allmächtiger Wille rc.
Herr des Sonnen-Scheins und Regens,
Ew’ge Brunnquell alles Segens,
Ursprung aller Fruchtbarkeit!
Der Du so viel Lieb’ und Güte,
Sonderlich zur Erndte-Zeit,
Deiner Creatur erwiesen,
Sey gerühmet und gepriesen,
Mit erkenntlichem Gemühte,
Sonderlich zur Erndte-Zeit!
Herr des rc.