Gott Lob! mein Wunsch ist eingetroffen,
Ich seh’ die Vorwerks-Thüren offen,
Mein letztes Korn wird eingeführt;
Obgleich durch gar zu milden Regen,
Den man in dieser Zeit verspührt,
Wohl mancher sein Getrayd verliehrt.
Sprich denn, mein Geist, ob, dieserwegen,
Dem, Der mir wieder so viel Segen
Aufs neu geschenkt, nicht Dank gebührt?
Laßt uns unsern Schöpfer preisen
Für die Früchte, die uns speisen,
Und, im Dank, Dem Ehr’ erweisen,
Der sie schuff und stetig schafft,
Der in ihren zarten Saft
Eine solche Wunder-Kraft
Eingeflösset und gesenket,
Und sie uns noch itzt geschenket.
Ich hebe denn itzt Händ’ und Augen zu Dir, Quell aller
Gaben, auf,
Und danke Dir, daß der Natur so stet- so ordentlicher
Lauf,
Den Du allein, durch Deine Lieb’ und Deine weise Wunder-
Macht,
Geordnet und bisher erhalten, das, was so Thier’ als Men-
schen nährt,
Uns, bloß durch Dein so gnädigs Wollen, nun abermahl
durch Dich beschehrt.
Ach gieb, wenn wir dasselbe nützen, geniessen, brauchen und
verzehren,
Daß es mit frohem Dank geschehe, und wir, in unsrer Lust,
Dich ehren!