Um mich, nach vollbrachter Arbeit, wieder etwas zu er-
frischen,
Setzt’ ich mich zur Frühlings-Zeit jüngst bey blühnden Ro-
sen-Büschen:
Und es setzte Mops, mein Hund, sich von ungefehr zu mir.
Ich ergetzte mich von Hertzen an der schönen Staude Zier,
Brach von allen eine Rose, deren Farb’ am schönsten spielte,
Mit vergnügten Fingern ab.
Wie ich nun von ungefehr Mops sie vor die Augen hielte,
Und sie ihm zu riechen gab;
Kehrt er Kopf und Schnautze weg. Ach! fiel mir hierü-
ber ein:
Handeltest du, lieber Mops, so mit Bluhmen doch allein!
Aber so lässt mancher Mensch der Geschöpfe Schmuck und
Pracht,
Mit nicht minder schneller Abkehr seiner Sinnen aus der
Acht;
Wollt ihr denn, vernünftge Menschen, GOttes Wercke, die
so schön,
Anders nicht, als wie die Hunde, riechen, hören, schmecken,
sehn?