Die Laube, die ich nen pflag, Liegt in dem Walde rechter Hand. Von Caprifolium und Eichen
Bedecket hier, mit grünen Schatten, ein dicht-geflochtnes Blätter-Dach, Ein ausgeschweiftes Rasen-Bänkchen. Dieß lieget, zwi- schen grünen Sträuchen,
An einem jungen Eichen-Baum, an dessen Stamm man sanft sich lehnen, Und recht bequehmlich ruhen kann, um desto mehr, als, rechter Hand,
Ein ander krumm-gewachs’ner Baum, den Arm bequehm darauf zu dehnen, Und recht gemächlich, als ein Lehnstuhl, auf selbigem zu ruhen, stand.
Der Ast, der erst von ungefehr nach uns, denn von uns weg sich strecket, Ist noch, zum Ueberfluß, mit Mooß, als wie ein weicher Sammt, bedecket.
Zween Eich-Bäum’ stehen an dem Eingang, die sieht man dergestalt umschlänget Vom schlanken kann,
Wie das sonst weich’ und schwache Holz sich in den Stamm hineingedränget Noch mehr als zwey Quer-Finger tief. Man sieht hier, mit Bewundern, an,
Wie das viel schwächere das starke, zuweilen mächtig, zu bezwingen. Es kam dieß, was ich sahe, mir, Von Handlungen auch unter Menschen, als ein belehrend
Sinnbild für: Da nemlich öfters zarte Frauen selbst Helden zum Gehor- sam bringen. Um mich an diesem holden Ort um desto mehr noch zu
ergetzen, Ließ ich hier einen kleinen Tisch, zum Schreiben, in der Mitte setzen, Um, in der Einsamkeit, darauf die Schönheit, die wir hier
erblicken, Mit Lust und Andacht, abzuschildern, und, GOtt zu Ehren, auszudrücken.
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