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1680–1747

Lob GOTTES .

Barthold Heinrich Brockes

Nicht ein eintziges Gestirn, in des Himmels tieffen Höhen, Wird es gleich in dunckler Nacht nicht von Menschen angesehen, Flammt und gläntzt darum umsonst. Lieber Mensch, ge-

dencke nicht, Ob es gleich von Menschen Seelen Nicht geschicht; Daß Bewunderer dem Himmel, und GOtt Lob-Gesänge,

fehlen. Millionen Creaturen, welche geistig, leben, schweben, Unsichtbar um unser’ Erde, die des Schöpfers Lob erheben. Ja, so wol dann, wann wir schlaffen, als wann unser

Auge wacht, Mit nie unterbrochnem Lobe, so bey Tag’, als bey der Nacht, Sehen und bewundern sie seiner Wercke Wunder-Pracht.

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Lob GOTTES . · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove