Es ist nicht nur jedwede Stunde;
Es ist ein jeder Augenblick,
Ja jede flüchtige Secunde
Von unsrer Lebens-Zeit ein Stück.
Du lässest eine nach der andern
Verfliegen, schwinden und vergehn,
Die künst’ge zur vergangnen wandern,
Ohn, was du guts hast, anzusehn;
Wie lange denckst du dein Ergetzen
Ob allem, was dir GOtt geschenckt,
Und deinen Danck hinauszusetzen?
Du lebst in Friede, bist geehret,
Du bist gesund, du hast dein Brodt,
Und was zur Nothdurft dir gehöret:
Wilst du denn, biß an deinen Todt,
Den, der dir alles gab, zu lieben,
In deiner Lust ihn zu erhöhn,
Biß (sag ich) an den Todt verschieben,
Und daß nur er dirs gab, verstehn,
Um dann den Rest von deinem Leben,
Mit inniglicher Danckbarkeit,
Den grossen Geber zu erheben?
Jetzt thu es! jetzo ist es Zeit!