Des Lebens wesentliches Gut ist eine Still' in unsrer Seelen,
Die, wenn man mit Vernunft verfährt, wir uns nach
Und uns zu einem Endzweck setzen. Es ist nichts nöhtigers
Als daß wir, dieser künft’gen Ruh, uns, so viel möglich
Die Lust und Reitzung auf zu opfern, die uns die Gegen-
Und uns dadurch stürtzen pfleget, eh’ oft kaum wenig
Es müste keine Leidenschaft so lebhaft und so reitzend
Daß sie, durch sich, uns hindern sollte, das Urtheil nicht
Das, über unser Thun und Lassen, dereinst wird von uns
Wenn eine kurtze Trunckenheit den Uberlegungen wird
Die ihr stets pflegen nachzufolgen. Vielleicht wirfst du
Soll denn ein Trunckener so gut, als ob er nüchtern wäre,
Das ist ja schlechter dings nicht möglich. Doch hör’! ein
Nimmt sich doch auch beym Trunck in acht, in Spott und
Als wie ein wilder Trunckenbold, der stets dadurch in
Drum brauch (jetzt siehst du daß ich dich nicht mit zu stren-
Der gegenwärt’gen Lust! doch so: daß sie der künftigen