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1680–1747

Lehre.

Barthold Heinrich Brockes

Des Lebens wesentliches Gut ist eine Still' in unsrer Seelen, Die, wenn man mit Vernunft verfährt, wir uns nach Und uns zu einem Endzweck setzen. Es ist nichts nöhtigers Als daß wir, dieser künft’gen Ruh, uns, so viel möglich

Die Lust und Reitzung auf zu opfern, die uns die Gegen- Und uns dadurch stürtzen pfleget, eh’ oft kaum wenig Es müste keine Leidenschaft so lebhaft und so reitzend Daß sie, durch sich, uns hindern sollte, das Urtheil nicht

Das, über unser Thun und Lassen, dereinst wird von uns Wenn eine kurtze Trunckenheit den Uberlegungen wird Die ihr stets pflegen nachzufolgen. Vielleicht wirfst du Soll denn ein Trunckener so gut, als ob er nüchtern wäre,

Das ist ja schlechter dings nicht möglich. Doch hör’! ein Nimmt sich doch auch beym Trunck in acht, in Spott und Als wie ein wilder Trunckenbold, der stets dadurch in Drum brauch (jetzt siehst du daß ich dich nicht mit zu stren-

Der gegenwärt’gen Lust! doch so: daß sie der künftigen

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