In einem schönen Blumen-Garten, worin auf einem Blumen- Beet,
In tausendfach gefärbtem Glanz, theils niedrig, und zum Theil
Ein wunderschönes Blumen-Heer, in seiner schönsten Zierde,
Ging
Unachtsam hin und her spatzieren.
So wenig der gefärbte Schmelz, als des Geruchs gewürz-
Vermochten den geschäfftgen Hund, noch minder Chrysidor zu
Sie wußten nichts von ihrer Zierde, nichts von der Balsams-
Ich saß in einer Sommerlaube, sah heimlich beyder Hand-
Betrübte mich, daß aller Schmuck ein Menschen-Herz nicht
Und dachte mit fast bitterm Gram; wie kann doch dieses
Zuletzt gab die Betrübniß mir darüber die Gedanken ein:
Ein Mensch, der seine Pflichten kennt, muß billig über das
Der Menschen, mit den bloß für sie so schön erschaffnen Blu-
Wie viele Menschen gehn, wie Hunde, auch mit
den schönsten Blumen um!
Wie oder soll ich lieber sagen, mit einem Mitleid-vollem Grimm:
Es geht ein Hund, es geht ein Thier,
Mit dem so schönen Schmuck der Erden, den Blu-
men, eben um, als wir?