Es scheint so gar der Wind anjetzt sich zu bemühn,
Und, zu dem Endzweck blos, die Blätter zu bewegen,
Um, durch derselben öfters regen,
Den Blick nun desto mehr auf sie zu ziehn.
Man siehet, sieht man recht, der Farben bunte Klarheit,
In einer Harmonie, so angenehm sich mischen;
Man höret, hört man recht, in ihrem sanften Zischen
Und lispelndem Gethös’ und Wispern, diese Wahrheit:
„jhr sehet uns vielleicht zum letzten mahl,
„beseht uns heute noch, denn da wir schon gereift,
„sind Morgen schon vielleicht der Bäume Wipfel kahl,
„und wir vermuthlich abgestreift.
„noch könnt ihr euren Blick an uns vergnügen,
„noch könnt ihr dessen Ehr’,
„der euch und uns gemacht, zu eurer Freude fügen,
„und opfern eure Lust dem Wesen mehr und mehr,
„das euch zu gut, indem wir sterben,
„uns ehe noch, als wir verderben,
„zu eurer Lust so schön, so lieblich wollen färben.