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1680–1747

Hans und Mops.

Barthold Heinrich Brockes

Hans stund des Morgens auf, und Mops sein Hund, zugleich; Hans zog die Kleider an, reckt’ seinen Arm, und gähnte; Mops reckte, schüttelt’ sich, und dehnte

Nicht minder alle vier; gebacknen weissen Teig Aß Hans; da Mops nur blos vom schwartzem Brodte fraß. Mops tranck das Wasser roh, und Hans gekochtes Naß. Hans ging darauf ins Feld; Mops gleichfals. Hans be-

schritte Ein Pferd; Mops aber nicht, er lief, und jener ritte, Biß daß der Mittag sie nach Hause wieder rief. Hans aß; Mops ebenfals. Wie Hans ein wenig schlief,

Schlief Mops nicht weniger. Das schöne Sonnen-Licht Ward nicht von Hans beschaut, von Mops imgleichen nicht. Daß in der Frühlings-Zeit die Creatur so schön,

Hat weder Hans noch Mops bemerckt und angesehn. Sie machten sich daraus nicht die geringste Freude. Durch wenig viel gesagt: Sie trancken beide Naß; sie assen beide Brodt:

Es lebten Hans und Mops; jetzt sind sie beide todt.

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Hans und Mops. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove