Du stellest, lieber A., dir
Die Gottheit nicht viel anders für,
Als hätte Sie allein, und recht absonderlich
Die deinen, deinen Stand, und dich,
Zur Absicht ihrer Macht und ihrer Lieb’ erwehlet.
Denn ob es deinem Geist zwar nicht an Kräfften fehlet,
Vom Schöpfer würdiger zu dencken;
So brauchest du sie doch, aus Eigen-Liebe, nicht.
Es wird dir gar zu schwer, dein sorgendes Gesicht
Auf etwas ausser dir, und von dir abzulencken.
Es hindert dich dein gar zu liebes Ich,
In Ehr-Furcht GOTTES Werck und Grösse zu er-
Daß Millionen Welte sich
Um Millionen Sonnen regen;
Dieß alles würdigst du, auf dich allein erpicht,
Des ausehns und bewunderns nicht.