Jm vier und dreißigsten, auf siebzehn hundert Jahr,
Hab ich bereits im Februar,
Nachdem wir wenig Frost, kaum Eis, und keinen Schnee
Den gantzen Winter durch gesehn,
Nebst andern Blumen auch, ein schönes Frühlings-Kind,
Ein’ aufgeblühte Hyacinth,
So aus dem Lande schon, ohn alle Kunst, gestiegen,
Mit lieblichem Geruch erfüllt, und schön geschmückt,
In weislich-blauer Pracht, mit innigem Vergnügen,
Fast für Verwundrung stumm, erblickt.
Es war ein aufgeklärt- und schöner Tag;
Solch eine Heiterkeit,
Wie man, in voller Frühlings-Zeit,
Am Firmament zu sehen pflag,
Schien mit der Erde sich zu fügen,
Schien überall auf Gras und Kraut zu liegen.
Wenn hie und da, durch das noch zarte grün
Des jungen Krauts, das Licht der Sonnen schien;
War jedes Blatt durchläuchtig, und der Grund,
Worauf die grüne Schönheit stund,
Vermehrte, durch die Dunckelheit,
Die fast schmaragdne Lieblichkeit.
Es zeigten der Narciss- und Tulpen Blätter
Nur halb annoch gesehne Spitzen sich:
Jhr neues Grün vergnügte mich
Recht inniglich,
Zumahl bey dem so angenehmen Wetter.