Für wen beblümen sich die Felder?
Für wen belauben sich die Wälder?
Für wen sprießt, durch der Sonnen Stral,
Der Kräuter Menge sonder Zahl?
Für wen hört man der Vögel Singen
So lieblich und so süß erklingen?
Für wen erfüllt die laue Luft,
Aus Blumen, solch ein Balsam-Duft?
Für wen sieht man, durch tausend Röhren,
Sich Gras in Milch und Fleisch verkehren?
Für wen trägt, sonder unsre Müh,
Zur Kleidung, Woll und Haar das Vieh?
Für wen entspriessen so viel Früchte?
So viel und mancherley Gerichte?
Und wem zu gut wächst Holz und Stein?
Für dich, o Mensch, nur bloß allein;
Und kannst so unempfindlich seyn?
Von wem entstehn denn alle Gaben,
Die dich ernähren, kleiden, laben?
Von Gott, dem Schöpfer, bloß allein,
Und kannst so gar undankbar seyn!