Sind denn vielleicht nicht auf der Welt
Die Wunder, die man sieht, uns würcklich vorgestellt?
Bebüschte Hügel? grüne Felder?
Beblühmte Wiesen? kühle Wälder?
Gesunde Kräuter? süsse Früchte?
Den nährenden Geschmack vergnügende Gerichte?
Christallen-gleiche reine Bäche?
So mancher Berg? so manche Fläche?
Es sind vielleicht, in süssen Chören,
Die bunten Vögel nicht zu hören;
Ist es vielleicht nicht wahr, daß Blumen uns erqvicken?
Daß sie, für uns, die Erde schmücken?
Sieht man, nebst tausend Seltenheiten,
Und ungezehlten Herrlichkeiten,
Das all-erfreu’nde Sonnen-Licht
Vielleicht mit unsern Augen nicht?
Ist etwann alles dieß nicht würcklich da?
O ja!
Ist alles denn nun würcklich da; wie man
Unmöglich leugnen kann;
Warum denn sieht man es nicht an?
Warum will man an aller Pracht,
Warum will man an allen Schätzen
Sich nicht ergetzen;
Noch loben den, der sie gemacht?
Es scheint wir wollen, blos um GOtt nur nicht zu ehren,
Nicht schmecken, riechen, sehn und hören.
Wir sehn ja überall die Spur
Von einer gütigen Natur,