Der schönste Monat Julius, der, mit verschwende-
rischer Hand,
Mit Blumen ungezählter Arten
Nicht unsre Gärten nur, auch Wiesen, Feld und Land,
Bedeckt und schmückt, bebrämt, bemahlt und zierte,
Trat seine Herrschaft frölich an, belebet’ alles, und re-
gierte:
Als ich, nach sanftgenossner Ruh, des Morgens früh in
meinen Garten,
Von seinem Glanz durchdrungen, trat. Der Sonnen
Glanz war zwar versteckt,
Bey einer sanften Stille war die Luft von klarem Duft
bedeckt;
Es hatte kurz vorher geregnet, der Kräuter Heer dadurch
getränket,
Gestärket und verschönert, prangt in einem kräftig Dun-
kelgrünen,
Worauf noch hin und wieder Tropfen, wie klare Dia-
manten, schienen.
In Blumen hatte sich zugleich des Himmels fruchtbar
Naß gesenkt,
Wodurch die Farben feuriger in ihren bunten Blättern
glühten
Und diese schöne Kreaturen noch schöner als vorhero
blühten.
Die lieblichglühnden rothen Lichter der Rosen rissen son-
derlich
Auf den Schmaragden ähnlichen Gebüschen Blick und
Geist auf sich.