Wann der Himmel aufgekläret, und der Sonnen helle
Glut
Alle Vorwürff’ übergüldet; wann das Heer der Winde
ruht;
Deucht mich, daß bey dieser Stille, bey dem allgemeinen
Schein,
Da, in süssem Gleich-Gewicht, Lufft und Erd’ und Fluth sich
schmücken,
Wir zu zärtlichen Gedancken, etwas lieblichs auszudrücken,
Und was schönes zu beschreiben, besser aufgeräumet seyn.
Wann hingegen dunckle Wolcken, oder Wind, die Lüfte
füllen,
Und der Schönheit Quell, die Sonne, durch geschwärtzten
Dufft verhüllen;
Deucht mich, daß zu ernsten Lehren,
Auch die Wirckung der Natur zu versuchen, zu erklären,
Unsre Seelen-Kräffte fast fähig- und geschickter wären.