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1680–1747

Die wilden Katzen.

Barthold Heinrich Brockes

Seht! wie in des wilden Waldes dunkel - grüner Schatten- Nacht, Auf dem dürr - und morschen Baum halb ergrimmt, halb lä- Dort ein bunter wilder Kater einen Katzenbuckel macht! Seht, wie mit entflammten Augen hier ein andrer über sich,

Schon im Sprung begriffen, sieht! seht, wie mütterlich die Katze An den närrischen Figuren ihrer Jungen sich vergnügt, Und, indem sich eines welzt, eines mit gestreckter Tatze, Springt, und sich im Sprunge dreht, eine sich poßirlich biegt,

Und den regen Rücken krümmt, innig sich zu freuen scheint! Ist dieß Thier nun gleich sehr schädlich, nützt es mehr doch, (welches wir erkennen sollten) denn, so bald sie aufgerieben, Wird, mit ihren bunten Bälgen, große Handelschaft getrieben.

Da man sie, nicht nur im Winter gegen strenge Kälte trägt; Sondern er auch gegen Flüsse wunderbare Kräfte hegt.

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Die wilden Katzen. · Barthold Heinrich Brockes · Poetry Cove