Da ist, wie schrecklich erst das Meer, wie fürchterlich
die Wasser-Wogen,
Wie stark der schweren Wellen Last, und wie entsetzlich sie;
so schön,
So lieblich, sanft, ergetzend, prächtig, sogleich, wenn sich der
Sturm verzogen;
Die ungemeßne Wasser-Welt, das Reich der Fluhten, anzu-
sehn.
Jtzt schwebt mein Blick, auf stillem Meer, in einem neuen
Meer von Strahlen,
Die, durch die Luft, der Fluht Sapphir, mit güldnem Glanz
und Schimmer, mahlen.
Mein GOtt! wie ist, auf glattem Wasser, der heitern Son-
nen Licht und Schein
So herrlich, so belebend prächtig, so voller Glanz, so hell, so
rein!
Die ebne Fläche scheint aus einem nicht abzusehenden
Sapphir
Ein glatt-formirter Himmels-Spiegel. Es scheint, so weit
die schärfsten Augen,
Auf dieses blaue Fluhten-Feld, den schnellen Blick zu lenken
taugen,
Als wenn das Meer sich in dem Himmel, der Himmel sich im
Meer verliehr.
So, wie die Luft sich färbt, so färbt sich auch das weite
Wasser-Reich.